Webinar: Exportkontrolle im Spannungsfeld USA – China

Exportkontrolle USA – China: Was Unternehmen 2027 erwartet

📅 Dienstag, 24. November 2026 | 🕜 13:30 – 14:30 Uhr | 💻 Online | Teilnahme kostenfrei
organisiert vom Expertenkreis Außenwirtschaft des IHK-Verbund Mittelhessen

Die USA und China setzen Exportkontrollen gezielt als Instrument in ihrer wirtschaftlichen und technologischen Rivalität ein. Beide Seiten haben ihre Regelwerke in den vergangenen Jahren deutlich verschärft und ihre Reichweite über die eigenen Landesgrenzen hinaus ausgedehnt. Einige der weitreichendsten Maßnahmen sind derzeit zwar ausgesetzt, aber nicht aufgehoben. Für Unternehmen aus Deutschland und Europa stellt sich deshalb weniger die Frage, ob sie betroffen sind, sondern wo genau in ihren Lieferketten und Geschäftsbeziehungen Risiken entstehen.

Die Herausforderung liegt dabei nicht nur in den Vorschriften selbst, sondern in ihrer Umsetzung entlang der Lieferkette. Kunden verlangen zunehmend Nachweise über mehrere Lieferstufen hinweg, bis hin zu Tier-1- und Tier-n-Lieferanten. Prüfprozesse werden aufwendiger, und klare Leitlinien der Behörden fehlen oft. Viele Unternehmen stehen deshalb vor der Frage, was rechtlich tatsächlich gefordert ist, und wo die Grenze zur kostspieligen Übererfüllung verläuft.

 

Seltene Erden und Dual-Use-Güter: Chinas Kontrollen mit globaler Reichweite
China ist bei Seltenen Erden der mit Abstand wichtigste Lieferant weltweit, und nutzt diese Position zunehmend über Exportbeschränkungen. Mit dem MOFCOM Announcement No. 61 hat Peking Regeln geschaffen, die nicht nur für Ausfuhren aus China gelten, sondern auch für Produkte, die in Drittländern hergestellt werden, sofern sie chinesisches Material ab einem Anteil von 0,1 % enthalten. Hinzu kommt, dass Beschränkungen auch auf verbundene Unternehmen gelisteter Akteure ausgeweitet werden können.
Auch bei Dual-Use-Gütern setzt China zunehmend beim Endverwender an, wie zuletzt mit dem Ausfuhrverbot für militärische Zwecke in Japan (MOFCOM No. 1/2026). Unternehmen weltweit haften dabei, wenn sie solche Güter chinesischen Ursprungs regelwidrig weiterliefern.

 

Entity List und 50%-Regel: Neue Anforderungen an die Partnerprüfung
Auf US-Seite ist die Entity List des Bureau of Industry and Security (BIS) das zentrale Instrument. Mit der sogenannten Affiliates Rule hat das BIS ihre Wirkung erheblich ausgedehnt: Beschränkungen gelten demnach nicht mehr nur für ausdrücklich gelistete Unternehmen, sondern auch für Gesellschaften, an denen gelistete Akteure direkt oder indirekt mindestens 50 % halten, auch wenn sich diese Quote erst aus mehreren Beteiligungen zusammen ergibt. Für die Praxis bedeutet das einen grundlegenden Wechsel: Ein Abgleich von Namen mit der Liste reicht nicht mehr aus. Unternehmen müssen die Gesellschafterstruktur ihrer Kunden, Lieferanten und Vertriebspartner kennen, auch über mehrere Beteiligungsebenen hinweg. Das betrifft Screening-Prozesse und eingesetzte Software ebenso wie Vertragsgestaltung, Stammdatenpflege und die Frage, welche Nachweise von Geschäftspartnern verlangt werden sollten.

 

Ihre Referenten

Die US-Perspektive bringen Juliane Eichler, LL.M. und Theo Rehaag von der AHK USA ein. Oliver Oehms von der AHK Greater China berichtet über die Entwicklungen auf chinesischer Seite. So erhalten Sie in einer Stunde Einblicke aus erster Hand von beiden Seiten.

Wer teilnehmen sollte

Das Webinar richtet sich an Verantwortliche aus Exportkontrolle und Compliance, Einkauf und Beschaffung, Vertrieb, Supply-Chain-Management und Rechtsabteilung, ebenso an Geschäftsführungen von Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA oder nach China.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenfrei. Nach Ihrer Registrierung erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail. Den Zugangslink zum Webinar senden wir Ihnen rechtzeitig vor der Veranstaltung zu.

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Webinar: Exportkontrolle im Spannungsfeld USA – China  

24. November 2026, 13:30 - 14:30 Uhr (MEZ)

Sprecher

Oliver Oehms

Delegierter der deutschen Wirtschaft in China @ AHK Greater China (Peking)

Julane Eichler

Director Legal Department @ AHK USA - New York

Theo Rehaag

Director of Strategic Growth @ AHK USA - Boston

Kontaktperson: 
Julian Jäckel
Referent Außenwirtschaft
Tel.: +49 2771 842-1610 | Email: jaeckel@lahndill.ihk.de
IHK-Verbund Mittelhessen